~ Verstummte

 

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„Am I alive?“

Back through 2016: Als ich dann wieder Zuhause gewesen war, wusste ich nicht, wo ich anfangen solle.. Noch planloser haette ich nicht sein koennen.. Wusste nicht mehr, wer oder ob jemand gesprochen hatte.. Verstummte, als haette ich verlernt Worte nach aussen zu tragen. War zu muede geworden, um mich zu erklaeren, um mich rechtfertigen zu muessen oder auch nur meine eigene Meinung zu teilen.. Auch glaubte ich, es wuerde sowieso niemanden interessieren! Voller Selbstmitleid war ich in Melancholie versunken. Mein Kopf war leer, mein Herz war leer, als gaebe es nichts in meinem Leben, das mich auf irgendeine Art und Weise bereichern konnte. Musste erraten, was gut fuer mich sei, um wenigstens deuten zu koennen, was ueberhaupt nicht in Frage kommen wuerde.. Es war wie ein Spiel, welches ich nicht haette gewinnen koennen. Auf wen solle ich hoeren? Woran koenne ich mich festhalten? Wo moechte ich hin? Was moechte ich erreichen und fuer wen? Bin ich dem Leben gewachsen? Unwissend.. Suche nach Antworten, aber kein Buch, keine Nachricht, kein Zeichen der Welt, haette mir diese Aufgabe nehmen koennen.. Ich stellte mir nicht die Frage, wie ich weiter machen solle.. Hinterfragte nicht mehr, wie ich empfinde.. Eines war mir bewusst gewesen: Ich fand die Welt so farblos und blass, sodass ich dem Leben nicht mehr hinterher rennen wollte. Ich liess es an mir vorbei ziehen, wie den Winter, der mir zu kalt geworden war. War innerlich am Zittern, waehrend meine Gedanken schneller waren, als mein Auffassungsvermoegen.. Ich haette in ein anderes Krankenhaus gemuesst, aber meine Mom war ueberzeugt davon, dass es mir Zuhause sicherlich besser gehen wuerde.. Doch ich konnte nichts erwidern, so Tod wie ich gewesen war.. Hatte nur noch existiert.., mehr nicht.

~ Paralyzed-Soul ♥

 

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~ Teufelskreislauf

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„Cause I’m broken, when I’m lonesome.“

Back through the past: Alles wirkt so surreal, als wuerde ich nicht existieren.. Farblos und blass.. Wessen Idee war es gewesen, dass ich Unterstuetzung braeuchte? War es etwa meine..? Dachte ich wuerde schon gesund werden, wenn ich diesen Schritt wage, doch ich wusste nicht, was gesund-sein bedeutet. Vollkommen leer und orientierungslos betrat ich dieses Gebaeude.. Nach drei Monaten wurde ich vor eine Entscheidung gestellt, die ich nicht faellen wollte. Ich haette drei Kriterien erfuellen muessen innerhalb von 2 Wochen, um mich  nicht in stationaerer Behandlung begeben zu  muessen und dies innerhalb in 2 Wochen zu bewaeltigen, war unmoeglich fuer mich. Also liess ich mich darauf ein und ging freiwillig.. Leblos und aufgeloest, befand ich mich nun hier.. Wird man mir hier helfen koennen? – Sicherlich, schliesslich befinde ich mich in einem Krankenhaus.. Es ist ihre Aufgabe mich „heil“ zu machen. Verdammt naiv tatsaechlich darauf beharrt zu haben. Ich wuerde nicht sagen, dass ich einfach nicht nachgedacht haette, aber fuer mich war das irgendwo selbstverstaendlich gewesen, dass es mir schon besser gehen wuerde, nachdem ich in intensiver Behandlung war. Ich hatte zwar begriffen, dass dennoch ich diejenige bin, die etwas dafuer tun muss, um sich aus selbstzerstoererischen Kreislaeufen herauszuziehen, aber ich war nicht bereit gewesen. Fuehlte mich mit den Wochen und Monaten, die vorbei gingen, immer lebloser.. Wie ein mechanischer Zombie, der noch nie etwas von Gefuehlen hoerte. War ein riesiger Eisblock, dessen Herz nicht zu spueren war. Hatte keinen Appetit, weder auf Nahrung, noch auf das, was sich leben nennen wuerde. Ich hatte hier zwar Freunde gefunden, jedoch hatte ich ihre Worte Tag fuer Tag aufgesaugt, die mich in schwarzen Massen ertrinken liessen. Versuchte mich stets durch Sport abzulenken, der gewisse Euphorie in mir hervorrufen konnte, was zur meiner Zuflucht wurde. Ich fing an, wie eine Irre Sport zu treiben, sowohl in der Klinik, als auch ausserhalb, als ich „entlassen“ wurde.. nach weiteren 3 Monaten. Verspuerte lediglich Gleichgueltigkeit gegenueber meinerselbst, was man an meinem Essverhalten und dem Sport haette merken sollen.. Ass hoechstens einmal am Tag (Obst mit Naturjoghurt) und den restlichen Tag beschaeftigte ich mich damit, wie ich mich in meinen Uebungen steigern konnte.. Fragte mich, wie ich so wenig wie moeglich essen koenne, ohne mich grossartig dafuer bemuehen zu muessen und gleichzeitig nicht traege wurde, um die Leistung zu bringen, die ich von mir erwartete. Damals hatten meine Augen natuerlich etwas anderes gesehen. Selbst, wenn ich Tage lang gefastet haette, waere es nicht gut genug fuer mich gewesen.. Ich hielt mich daran fest, dass ich jegliche Bestrafung verdient haette, selbst wenn ich es nicht als Strafe betrachtet hatte.. Sondern eher als etwas, was ich tun musste, um auch nur einen Funken an Wert an mir anzuerkennen – doch es funktionierte nicht!

Paralyzed-Soul ♥

~ Der 3te und letzte Tag in der Tagesklinik?!

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„Dream a little dream.“

Ich hatte gewusst, dass die Tagesklinik keine speziellen bis gar keine Angebote haben, was Essstoerungen anbelangen. Zuerst dachte ich, damit wuerde ich schon zurecht kommen.. Schliesslich spielen andere Faktoren ebenso eine wesentliche Rolle, weshalb ich so empfinde, wie ich empfinde. In der Tagesklinik puenktlich und nuechtern angekommen, um den 2ten Versuch zu starten mir Blut abnehmen zu lassen, hatte ich mir vorgenommen mich meiner zustaendigen Therapeuten mitzuteilen. Mir war es peinlich mich auszusprechen mit dem Anliegen gehen zu wollen, weil ich gerade mal 3 Tage hier war.. Jedoch wollte ich es nicht unnoetig „aushalten“ muessen und spaeter bereuen, dass ich nicht schon frueher gehandelt hatte. Eines meiner ueblichen Problematiken waren das Zoegern.. Das „stehen und offen lassen“ von Dingen, die ich nicht oder erst sehr spaet abschliessen konnte. Damals hatte ich einen Fehler gemacht. 2016 war ich ein halbes Jahr in der Klinik gewesen (3 Monate tagesklinisch/3 Monate stationaer) Ich hatte nicht auf mich gehoert.. Ich fuehlte mich furchtbar.. furchtbar einsam, leer und verletzt. Anstatt es abzubrechen, liess ich alles zu.. Litt unter Handlungen und Worten, die mir ein Teil meinerselbst raubten.. Wurde mir immer fremder, ohne etwas dagegen tun zu wollen bis meine Mutter eingegriffen hatte und mich aus der Klinik holte gegen aerztlichen Rat. Heute danke ich ihr dafuer, doch damals war ich unfassbar enttaeuscht gewesen. Planlos, weswegen sie mich quasi heraus zerrte und mich vollkommen hilflos, ohne Behandlung stehen liess.

~ Tatsaechlich schaffte es die Aerztin mir Blut abzunehmen, aber ich hatte sie nicht vorgewarnt.. Darueber, dass mir immer wieder schlecht und schwindlig wurde, wenn man mir Blut abnahm und es im Liegen besser sei. Nachdem sie fast fertig war, sagte ich, dass mir schlecht sei. Nachdem Satz hatte ich nichts mehr mitbekommen. Als ich die Augen wieder oeffnete, lag ich auf dem Boden, waehrend die Aerzte um mich versammelt waren. Traeume ich.. Stimmen wirken so surreal.. Ich wirke surreal.. Geschieht das gerade wirklich oder sitze ich eigentlich Zuhause auf dem Sofa und schaue mir eine Serie oder einen Anime an? Ich weiss nicht, wie lange meine Augen geschlossen waren und wie lange ich auf dem Boden lag. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, als haette ich einen Tag durchgeschlafen. Mein Blutdruck wurde gemessen, der aus irgendeinem Grund nicht messbar war(?!), weswegen man mir einen Zuckerwuerfel in den Mund schob. Ich sollte Wasser trinken, aber selbst das, war mir zu viel. Ein Arzt half mir hoch und setzte mich in einen Rollstuhl. Er erklaerte mir, wo ich sei, da ich aeusserte, dass ich nicht wuesste, wo ich bin. Meine Augen wurden derartig schwer, sodass ich nie wieder aufwachen wollen wuerde.. als haette ich seid langem nicht mehr geschlafen. Immer wieder kippte ich mit meinem Kopf weg und hatte Schwierigkeiten Worten zu folgen oder etwas zu erwidern. Ich wurde in den Ruheraum gefahren, da ich noch zu schwach war, um selbst zu laufen. Dort ruhte ich mich aus, waehrend ich ein Nahrungsergaenzungsmittel zu mir nehmen sollte.. Jedoch verweigerte ich es und schuettete es heimlich in den Abfluss. Mein Verstand setzte aus. Ich sehnte mich nach Halt und Sicherheit.. Das Ohnmachts-und Entfremdungsgefuehl blieb mir dem Tag ueber. Es war ein ekliges Gefuehl, welches so weit und so nah zugleich gewesen war. Schaemte mich fuer mich.. Schaemte mich dafuer auf andere angewiesen zu sein.. Nicht selbst soweit zu sein, um mich als einen wertvollen Menschen anzuerkennen. Einen Menschen mit Wert.. Das wollte ich von klein auf sein! Selbst in dieser Verfassung Hilfe zu verweigern, weil meine Stimme mich anschreit und niedermacht, wenn ich Zucker oder „verbotenes“ zu mir nehmen wuerde, war erschreckend gewesen.. Lange war ich der Meinung mich fuer mein „Gemuet“ entschuldigen zu muessen und auch heute kommt dieses Gefuehl manchmal noch durch, als muesste ich mich fuer mich und meine Schwierigkeiten schaemen. Als duerfte ich mir nicht helfen lassen, weil „ich da schon alleine rauskomme.“ Wie oft ich diesen Satz vor mich hin sagte, wie oft ich es Therapeuten oder meiner Mutter weiss machen wollte, dass dies der Wahrheit entsprechen wuerde. Es waren gerade mal 3 Tage vergangen und wie gesagt, hatte ich geredet.. Meinte, dass meine Essstoerung und meine dazugehoerigen Gedanken noch zu sehr im Vordergrund stehen wuerden. Dass mich Menschen ganz taub machen, die selbst mehr Traenen als ein Laecheln zeigen. Dafuer war ich noch nicht bereit gewesen. Kann mich von Gefuehlen anderer noch nicht gut genug abgrenzen, um mir nicht selbst mehr aufzubuerden als „notwendig.“ Ich versperrte mich selbst und somit wuerde es keinen Sinn fuer mich machen in Therapie zu sein, vor allem, wenn ich mich generell unwohl fuehle. Konnte dort noch weniger essen, als Zuhause, denn in Gesellschaft zu essen, verursachte Panik und Angst in mir, man koennte mich auf meine Essstoerung reduzieren, mich beobachten oder mich als „gierig“ ansehen. Deshalb ass ich dort nichts, ausser mal eine Banane oder ein paar Gabeln Salat zu Mittag. Man ass dort nur zu Mittag, da die Tagesklinik von 8:30-16:00 geht. Um Fruehstueck und Abendessen musste man sich selbst kuemmern, was ich vollkommen ausgenutzt hatte, um meine Stimme zufrieden stellen zu koennen. Aber mal ehrlich, er wird niemals zufrieden sein koennen! Moechte das nicht mehr.. Moechte meine Knie umklammern und in den Himmel starren, um auf Waerme und Licht zu hoffen.

Muss wieder an Klarheit erlangen..

~ Paralyzed-Soul ♥

Tagesklinik/Empfinden

Engel Elfen Lied
„These voices in my head seems so real!“

 

Back through the presence: Eigentlich hatte ich bereits gestern schreiben wollen, aber ich war selbst zum Schreiben zu erschoepft gewesen und legte mich stattdessen sofort hin.

~ Ich sitze gerade draussen auf einer Bank und mir ist zu weinen zumute.. Eigentlich wollte ich meine Frustration mit einem Becher Eis betaeuben, aber ich konnte mich nicht dazu ueberwinden. Sowie frueher..als pubertierendes Maedchen im Alter von gerade mal 13- 14 Jahren. Mit fast 19 Jahren bin ich beinahe raus aus dieser furchtbaren Phase, die mir die Nerven raubte, aber da muss nun mal jeder durch. Abgesehen von der unreinen Haut, den Hormonschwankungen, dem verliebt-sein, den Auseinandersetzungen mit der Mutter oder den Freunden in der Schule und dem Selbstfindungsprozess, gab es natuerlich auch viel gutes. Kann ich zwar gerade nicht benennen, weil ich in Gedanken versunken bin, aber sie waren definitiv vorhanden! Liebeskummer, Frust, Trauer, Wut.. Damals mit Eis und jeglichen Suessigkeiten gefuellt.. Heute mit Bestrafungen und Verzicht auf Essen, welches ich in „erlaubt“ und „verboten“ einteile. Aber darum solle es gerade nicht wirklich gehen.

~ Ich stand wie gelaehmt vor einer Eisdiele und hoffte darauf, mich wuerde jemand ansprechen, um mich aus dieser Erstarrung zu befreien.. Selbst, wenn man mich „bloed angemacht“ haette.. Wie vermutet waren in der Tagesklinik aussschliesslich Erwachsene, die an Depressionen litten. Die Juengste war 24. Maenner und Frauen, die ihr Leben mit Kaffee, Kuchen, Eis und kleinen Aktivitaeten versuessen, die Gespraeche mit Aerzten, Therapeuten und Patienten fuehren, um ihren taeglichen Ballast etwas zu reduzieren oder auch um leider neuen zu erhalten. Ich bin muede.. so muede.. und erschoepft vom Reden und nicht mehr reden wollen. Meine Gruppe ging Minigolfen und ich merkte ganz ploetzlich, wie labil ich doch noch fuer all das gewesen war.. Fuer all die Menschen, die sich ein Bild von mir erstellen.. Die mich als Maedchen oder junge Frau ansehen und mir keine Ahnung was vom Gesicht ablesen. Nach der Klinik in diesem Jahre war ich so motiviert. Ich hatte nicht einmal mehr weinen muessen, weil mich „Kleinigkeiten“ zu Boden zwaengten. Ich hatte an Wert gewonnen. Wert, der leider von anderen abhaengig war und der mir zugleich wieder genommen wurde, als ich in all meine Gewohnheiten verfallen war. In unser Zuhause mit den ueblichen Menschen.. Draussen mit dem ueblichen Umfeld. Freunde, wie immer.. Familie, wie immer.. Umgebung, wie immer. Bewegungsdrang erneut da.. Nicht essen wollen, wie immer.. Irgendwie ist die Tagesklinik nicht meine Welt und ich kann mir nicht genau erklaeren, weswegen. Fuehle mich nicht passend, auch wenn es erst der erste Tag war. Ich ass zu Mittag mit Ihnen, aber nicht weil ich mich wohl fuehlte, sondern weil ich nicht gleich wollte, dass man mir meine Essstoerung ansieht. Wollte nicht sofort abgestempelt werden.. Verdammt..verdammt..verdammt. Ich..will mich nicht mehr so sehen, so ertragen. Ich fuehlte mich den Tag ueber ganz taub, verpackt in Wolken, die mich erstickten. Das selbe Gefuehl wie ich momentan auch Zuhause habe. Ich bin nicht gerade motiviert, denn ich brauche etwas, wo ich sehen kann: „Du hast etwas erreicht!“ „Du hast einen Wert!“ „Du tust das Richtige fuer dich!“ Und obwohl ich es nicht leiden kann wirklich etwas „nur“ fuer mich tun zu „muessen“, liebe ich das Gefuehl, etwas erreicht zu haben.. Weiter zu kommen.. Ich moechte herausfinden, wie es sich anfuehlt, stolz zu sein.. Stolz auf mich zu sein..

So viele Gefuehle in einem, die zusammen kommen. Ein umfangreicher Text, der viel weisse Farbe abbekommen hatte.. Hoffe es war nicht zu viel oder erschreckend so viele Emotionen auf einmal zu erleben.

~ Paralyzed-Soul ♥

Niemals gut genug?

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„There is a place. Like no place on earth. A land full of wonder, mystery and danger.“

Back through the past /15/16J: In Gesellschaft zu sein wurde mir immer unangenehmer.. Fuehlte mich mit jedem Tag unwohler in der Schule, denn ich konnte nur selten unbeobachtet sein.. Das nicht-essen-wollen nahm viel Platz in mir ein.. Ich hatte mir in der Schule nichts mehr kaufen wollen, weil ich nicht gierig sein wollte. Ich wollte fuer meine Familie sparen, weil ich nichts zum Finanziellen beitragen konnte. Es war wohl das Mindeste gewesen, was ich haette tun koennen, dachte ich.. Meine Mom waere stolz auf mich, dachte ich.. All diese Gedanken machten mich foermlich taub und blind. Gleichzeitig wollte ich immer besser sein.. Besser in der Schule sein, eine „bessere“ Tochter sein, eine „bessere“ Freundin sein, eine „bessere“ Schwester sein.. Ich war mir nicht gut genug, egal wie viel Energie ich hinein steckte. In der Schule war ich eine typische durchschnitts-Schuelerin, trotz meiner Bemuehungen. In dieser Zeit verlor es an Wichtigkeit.“Weswegen darum kaempfen, wenn ich kein Stueck voran komme?“ Zugegeben war mein Selbstwertgefuehl von klein auf  sehr gering, aber wenn ich ein Ziel vor Augen hatte, konnte ich mir vertrauen. Konnte mich selbst davon ueberzeugen, den richtigen Weg zu gehen, um mein Ziel erreichen zu koennen. Doch in diesem Fall, hatte ich schnell kapitulieren wollen, war weniger ehrgeizig als ueblich gewesen. Gleichgueltigkeit wuchs, waehrend mein Glaube an mich selbst schrumpfte. Ich hatte in Gesellschaft nichts essen wollen. Ich schaemte mich dafuer vor jemanden zu essen, wusste jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht, weswegen. Ich versuchte es zu meiden vor anderen etwas aufnehmen zu muessen, abgesehen von meiner Familie, Zuhause. Einigen Freunden hatte ich von meinem „kleinen“ Essproblem erzaehlt und ich wollte wie ein kleines Maedchen wegrennen, wenn mal wieder Andeutungen gemacht wurden, ob ich mir denn nichts kaufen wollen wuerde oder kein Hunger haette etc, Ich bereute es ueberhaupt jemanden einen Einblick meines inneren gewaehrleistet zu haben, denn meine Gedanken verirrten sich.. Wollten sich nicht entwirren lassen..

~ Paralyzed-Soul ♥

Am I thinspo?

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„Tell me is my heart still there?“

In der Gegenwart: Fuehle mich wie leer gesaugt.. Habe es wieder mal uebertrieben und mittlerweile weiss ich nicht mehr, weshalb ich tue, was ich tue.. Den ganzen Tag ueber hatte ich nichts gegessen.. Nahm lediglich ein paar Schluecke von meinem Milchkaffee und liess den Rest stehen.. Irgendwie hatte ich kein Verlangen danach.. Nichts in mir war spuerbar bis es abends wurde.. Ich fragte mich immer wieder, ob ich etwas zu mir nehmen duerfe, aber die Antwort blieb „Nein!“ Weswegen ich dann nicht „einfach“ dagegensteuerte, wie ich es sonst in den letzten Monaten gelernt hatte bzw. versucht hatte, weiss ich nicht genau. Ich war nicht in der Lage ueberhaupt hinterfragen zu wollen, weswegen mir absolut nichts erlaubt wurde. Die Stimme in meinem Kopf wird wieder praesenter und mir geht die Energie aus.. Zum wie vielten Mal? – Keine Ahnung.. Jedoch war ich in diesem Jahr zum ersten Mal bereit dafuer gewesen, etwas an meiner Essstoerung aendern zu wollen.. Sie „ablegen“ zu wollen, wie eine schlechte Angewohnheit, die scheinbar nie vollstaendig verschwinden wuerde. Ich weiss es nicht, zumindest noch nicht.. Ich bin ueberzeugt davon Gewohnheiten ablegen zu koennen, sowie sie eben entstanden waren und vielleicht ist genau das der Grund, weswegen es nicht von heute auf morgen funktionieren koenne.. Alte Verhaltensmuster.. Seit dem gestrigen Abend hatte ich mir vorgenommen, heute nichts zu essen. Soll die Strafe dafuer sein, dass ich gestern etwas suesses zu mir nahm, was ich nicht haette tun duerfen. Dachte ich kaeme mit ihm (der Stimme) schon zurecht, jedoch habe ich mich eindeutig geirrt. Ich war nicht stark genug gewesen.. Ich moechte hier niemanden herunterziehen oder jemanden vermitteln, es sei etwas gutes, denn das ist es eindeutig nicht! Absolut nicht.. Ich strebe nicht danach einfach „nur“ duerr zu sein.. Ich bewundere die Menschen nicht, die sich abmagern und dem Tod immer naeher kommen (ob bewusst oder unbewusst).. Im Gegensatz zu dem Jahr 2016, indem ich ein Maedchen dafuer bewundert hatte zu hungern..zu verhungern! Damals sah ich es mit anderen Augen. Ich fand es wunderschoen, wie ihre Knochen zu sehen waren, wie zerbrechlich sie wirkte, wie sie sich unter ihrer weiten Kleidung versteckt hatte.. Jetzt weiss ich, dass ich nicht das „duenn-sein“ an sich bewundernswert fand, sondern das „verschwinden-wollen.“ Ich sehnte mich danach zu verschwinden.. Wollte mich einfach aufloesen und keine Spuren hinterlassen.. Wollte weniger sein, um nicht mehr sichtbar sein zu muessen. Zu der Frage, ob ich duenn sei, kann ich nur eines antworten.. Fuer ihn kann ich niemals duenn genug sein! Ich werde ihn nicht zufrieden stellen koennen, denn er wuenscht mir den Tod. Ich habe lange gebraucht bis mir dies klar geworden war, aber ohne diese Erkenntnis wuerde ich wohl mein Leben nicht veraendern wollen.. Ich bin nicht stolz darauf, was ich mir, meinem Koerper angetan habe und was ich ihm aktuell antue, aber der Kampf gegen die Essstoerung macht mich ganz taub, leer und einsam.. Saugt mir die Energie aus, die ich noch uebrig hatte.. Ich kam weit.. So weit.. Moechte das nicht aufgeben, nicht jetzt.. Jetzt, wo ich mein Leben tatsaechlich aendern moechte.. Jetzt, wo ich mich so sehr um mich selbst bemuehe und mich versuche stets daran zu erinnern, dass ich es wert sei.. Jedoch verblasst es Tag fuer Tag ein stueck mehr und ich kann mich nicht fangen.. Kann mich nicht sehen.. Kann mich nicht spueren.. Muss meine Augen schliessen, um wieder zu Atem zu kommen..

~ Paralyzed-Soul ♥

 

 

~Ahnungslos

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„Why do I do this?“

Back through the past: Ich kann weder essen, noch schlafen, noch zur Ruhe kommen.. Ich kann keinen vernuenftigen Gedanken fassen, ohne an ihn denken zu muessen. Ich bin verwirrt und koennte mein inneres niemals so schildern, wie es tatsaechlich in meinem Herzen ruht.. Ich wuerde gerne oefter auf mein Herz hoeren, aber Eifersucht und Neid ueberwaeltigt mich, als waere ich eine Schneeflocke von vielen, die sich aufloest, sobald sie mit etwas oder jemanden in Beruehrung kommt. Typisch Liebeskummer oder..? Wird sicherlich bald vorbeigehen, dachte ich.. Es ist schon nicht so schlimm, das macht schliesslich jeder mal durch, hoerte ich mich sagen.. 15 und angst davor mich jemanden anvertrauen zu koennen. 15 und ich hatte die Tage nicht vorbei gehen lassen, ehe ich den Mut gefasst hatte dir zu schildern, wie ich empfinde. Mit jedem Tag hattest du mehr von mir erfahren.. Mit jedem Tag habe ich dir erneut mein Herz vor Fuessen gelegt.. Mit jedem Tag wurde ich immer sensibler und zerbrechlicher. Ich fing das Gruebeln an, wusste jedoch nicht, dass das niemals so recht ein Ende nehmen wuerde. Essen war nebensaechlich. Ich befasste mich nicht sonderlich damit, es war einfach geschehen. Du gingst mir nicht aus dem Kopf und ich gab immer wieder Mal auf, jedenfalls fuehlte es sich so an. Ich hatte dich naemlich nie aufgegeben und das obwohl du mir von 100 Herzen 101 Herzen genommen hattest. Nur hattest du mir stetig Hoffnung gegeben, die sich jedes Mal echt angefuehlt hatte. Liebe moechte und kann ich mir nicht erkaufen! – Jedoch sehnte ich mich nach einem Menschen, der mich „echt sein“ spuere liess/laesst. Wollte kein Geld mehr fuer Essen ausgeben, denn ich hielt es fuer unnoetig. Ich kann etwas besseres, sinnvolleres mit dem Geld machen, welches mir zur Verfuegung steht. Letztendlich gab ich es entweder meinen Geschwistern, wenn sie Geld brauchten oder ich liess es bei meiner Mom. Manchmal kaufte ich mir Schulmaterial, denn ich konnte von Schreibwaren nicht genug kriegen. Mein Essen verteilte ich an andere, die Hunger hatten oder auch einfach nur Lust hatten etwas zu essen. Die Stunden in der Schule zogen sich, als gaebe es kein Leben ausserhalb dieser etlichen Stunden! Er ist ueberall, selbst wenn ich meine Augen schliesse.. „Aber hey.., es wuerde sicherlich bald ein Ende nehmen!“, hoerte ich mich sagen.