Abhaengigkeit?

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„I’m just a would’ve been, could’ve been, should’ve been, never was and never ever will be.“

Es geschah im Januar 2016.. Ein neues Maedchen betritt dieses Haus.. Sie war mir sofort aufgefallen.. Weshalb kann ich meinen Blick von ihr nicht abwenden? Sie ist wunderschoen.. So schoen duenn.. Ihre Beine.. Ihre Arme.. Ihr Gesicht.. Ihr Gesamtbild.. Ich bemerkte dieses Gefuehl, welches sich in mir ausgebreitet hatte.. Neid! Ich war neidisch.. Ich bin neidisch.. Wie sollte ich auch nicht? Ich beobachtete dieses Maedchen, vor allem beim Essen. Sie sitzt bei uns.. Viel zu nah bei mir, sodass ich angst habe sie wuerde es bemerken.. Sie wuerde mich bemerken! Doch, dass tut sie nicht.. Ich kann nicht essen, nicht in ihrer Naehe.. Bei ihr traue ich mich nicht einmal einen Bissen zu mir zu nehmen.. Eine halbe, trockene Semmel.., dazu ein Glas Wasser. So langsam. Es sieht nahezu anstrengend aus, als waere es eine Qual fuer sie, obwohl ihre Mimik dies nicht verriet. Ich kann nicht definieren, was ich so anziehend an ihr finde.. Als haette sie mich in einen Bann gezogen, dem ich nicht entkommen koenne.. In ihren Bann.. Existiert so etwas.. Eine art Magie? Waere ich in einer fiktiven Welt gefangen, wuerde ich sagen, sie haette einen Zauber auf mich gelegt.. Kenne die Gruende nicht, aber ich schaetze, dass muesse ich wohl nicht wissen.., nicht wahr? Ich kenne sie nicht.. Ich kenne nur ihren Namen und doch widme ich ihr so viel Aufmerksamkeit, wie ich lange nicht mehr tat.. Es fuehlt sich anders an. Eine andere art von Aufmerksamkeit, die von mir kommt.. Ungewohnt und verwunderlich.. Es zieht einige Herzen von mir ab.. Neid.. Ein solch starkes und schreckliches Gefuehl.. Kann mich auf kein Gespraech konzentrieren, wenn sie sich in meinem Blickwinkel befindet. Fange das Weinen an, wenn es sich um sie handelt.. Habe furchtbare angst um dieses Maedchen, als wuerde sie jeden Augenblick verschwinden koennen.. Mein Herz verkleinert sich.., erneut. Schaeme mich.. Schaeme mich fuer meine Gedanken, die mich zu verschlucken scheinen..

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Verlorene Erinnerungen

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„This world will never be what i expected..“

Ich habe keine Erinnerungen daran, wo und wie mein Leben begonnen hatte. Zumindest das, was ich als „lebendig“ bezeichnet hatte. Vor ungefaehr 3 Jahren fing ich an mein Innenleben nach aussen zu tragen.. Unbewusst und unabsichtlich..

  • Aus der Sicht des 15 Jaehrigen Ichs:

Ich gehe gerne zur Schule. Mir gefaellt es, wenn so viele Menschen um mich herum sind, die sich auf verschiedenster Art mitteilen und ihre Persoenlichkeit ausleben. Sie lenken mich von meinerselbst ab.. Von den Menschen, den ich am meisten verachte, jedoch moechte ich mich nicht immer zu damit befassen. Beobachte sie.., wie sie laecheln.., wie sie sich ausdruecken und ihre Worte manchmal auch unausgesprochen lassen.., wie sie sich am Baecker anstellen, sich vordraengeln und versuchen moeglichst schnell die Aufmerksamkeit der Baeckerin auf sich zu ziehen, wieder andere stehen mittendrin, still und ruhig, warten darauf gesehen zu werden. Wie gluecklich sie aussehen, wenn sie ein Gebaeck oder ein stueck Schokolade in der Hand halten und dies anschliessend verzehren. Wie ihre Augen anfangen zu funkeln und ihre Gesichtszuege weicher erscheinen laesst. Als 15 Jaehrige haette ich anders geschrieben und mein Fokus lag vermutlich mehr auf den Dingen, die mir jetzt eher belanglos und nebensaechlich erscheinen. Aber ich moechte nicht zu sehr abschweifen – Ich liebte Suessigkeiten. Liebte die Freude daran, wenn ich Geld ueber hatte, um mir Nougatschokolade oder Lachgummis zu holen. Langsam verschwand die Freude am Essen.. Langsam verschwand die Welt, die mich zum Laecheln bringen konnte..