~ Frei sein

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„You were so scared, but no one would listen. Cause no one else cared“ 

Nur ich und meine Welten, die mich immer wieder in Abgruende wirft, um die tiefsten Tiefen zu erforschen..

Ich stellte mir mich vor, wie ich reglos im Bett liegen wuerde und mich Stueck fuer Stueck verliere. Mich liegen lasse, um zu zeigen: “Ich bin ueber meine Grenzen gegangen und dies ist nun das Ergebnis davon.” Als wuerde ich, vor allem meiner Mutter sagen wollen, dass ich keine Energie mehr in mir verspuere und das Ende erreicht habe. Jetzt, wenn ich mir das vor Augen halte, moechte ich das nicht.. Moechte niemandem etwas beweisen muessen, weil man mich nicht hoere.. Weil meine Schreie, meine klaeglichen Versuche nicht erhoert werden. M: “Weil jeder in deiner Familie mit sich selbst derartig beschaeftigt sei, sodass Sie dich nicht sehen koennen.” Sie koennen es nicht, nicht weil sie es nicht wollen oder sie kein Interesse haben, sondern weil sie ihre Augen nicht oeffnen koennen, die nichts weiter erkennen, als ihre eigenen Schwierigkeiten. Es ist eine Kunst positiv denken zu koennen, daran festzuhalten, als waere es etwas, was dann auch zu 💯% eintreffen wuerde -ohne jegliche Zweifel. Das ist mir fuer diesen kurzen “Besuch” bewusst geworden. Es stoert Sie, dass ich mich wieder so haengen lasse mit meinen nicht vorhandenen Gefuehlen, was ich jedoch erst verstand, als ich Ihre Praxis verliess. Zuerst verletzte es mich ein wenig, aber Sie wollte mir damit sagen, dass mein Fokus erneut zu sehr am negativen haenge. Das war nichts neues.. Ich hatte schliesslich erst in und auch noch nach der Klinik in Waldmuenchen gelernt, wie positiv denken ueberhaupt funktioniert und das es funktioniert (- absurderweise, denn ich glaubte nicht daran.) Es hoerte sich naemlich zu leicht an.. So in der Luft zu haengen ist ein durchaus schreckliches Gefuehl, aber tief in mir weiss ich, dass ich anders kann.. Ich kann mich auch dann aufrecht hinstellen, meine Fuesse fest im Boden verankern, mein Herzschlag ruhig halten, wenn ich davon ueberzeugt sei in Scherben zu zerfallen. Also – Ich „Nimm es dir nicht allzu uebel, dass dein Essanfall-Ich und dein Erbrech-Ich und nun auch dein Rauch-Ich auftauchen und es dir erschweren am Leben zu sein, denn es ist im Moment nur schwer auszuhalten.“ Eigentlich sollte ich Hoffnung in mir tragen, aber ich war in den letzten Wochen wieder so sehr von der Hoffnungslosigkeit befallen, sodass ich mich vollkommen verschlossen hatte. Ich fuehle absolut nichts, obwohl ich weinen wollte.. Wollte ihr den Schmerz zeigen, den ich in mir trage.. Die Angst, die ich nicht fuehle.. Die Aufregung, die Zweifel, die Wertlosigkeit.. Das Unsichtbar sein und das Sichtbar werden wollen.. Die Stimme in mir, die mich tyrannisiert. Mein pochendes Herz, welches nach Luft ringt und noch vieles mehr… Aber da war nichts und ich verliess ihre Praxis mit dieser Schwere auf meinen Schultern, die mich den Boden spueren laesst und mich zugleich schweben laesst, wie jemand, dem es nicht gelinge zu leben.

Leben.. Wie funktioniert das?

– Ich wuerde luegen, wenn ich eine Ahnung haette.. Treibe vor mich hin.. Keine Aufregung, nichts spannendes, kein Halt, kein Laecheln, geschweige denn Freude, keine Herzen, die mich einhuellen, kein Leben, um mich herum, welches mich motiviert, mir das Schoene aufzeigt..🥀

Ich habe das Gefuehl in Truemmern zu liegen und mich nicht mehr in die Bestandteile bringen zu koennen, die lebensnotwendig waeren. Ich glaube Kind sein zu wollen, weil ich mich nach etwas unbeschwertem sehne.. Weil ich am liebsten zurueck gehen wollen wuerde, um neu anzufangen.. Um mich wie jedes andere Kind im Sand zu waelzen, ganz viel Eis zu essen und heimlich suesses zu naschen. Ich wuerde hinfallen, ein wenig weinen und wieder losrennen, um anschliessend erneut hinzufallen. Ich wuerde klettern, runterspringen, lachen.. Ich wuerde schreien, wuetend sein, komplett die Fassung verlieren, um mich spaeter zu beruhigen, mich aber nicht dafuer entschuldigen. Ich wuerde mich weigern etwas zu essen, was mir nicht schmeckt, ich wuerde geniessen , was mir schmeckt. Ich wuerde mich bemerkbar machen, Zuhause, in der Schule, bei meinen Freunden. Ich wuerde mich verlieben, dazu stehen und in rosa-roten Brillen nur so schwimmen. Wuerde meiner Familie voller Aufregung davon berichten, ihnen sagen, wie toll dieser besagte Junge doch sei und wie gerne ich in seiner Naehe sei. Ich wuerde schlechte Noten schreiben und sagen, dass ich es eben nicht verstanden habe und vielleicht ein wenig Hilfe braeuchte. Ich wuerde spielen, singen und gegen Waende schlagen. Ich wuerde malen, ohne darauf zu achten, wie meine Bilder ankommen. Ich wuerde verbotenes tun, frei sein und mich, ohne Schamgefuehl zu empfinden, ausleben. Ich wuerde Freunde besuchen, ohne das es zu einem Problem wird. Und spaeter wuerde ich erzaehlen wollen, dass ich ein Freund habe, der mich liebt, mich als jemanden mit Wert betrachtet und mir seine Aufmerksamkeit widmet, der mir zuhoert, meine Hand nimmt und mir zeigt mutig zu sein.. Und auch, wenn mein Herz wortwoertlich zerfallen wuerde, waehrend ich meine Familie damit “konfrontiere”, wuerde ich meiner Stimme Selbstbewusstsein und Klarheit verleihen. Ich wuerde anziehen, was ich will, nicht auf meine Narben achten, die ja „Schande“ ueber meine Familie bringen. Ich wuerde mir gruene, lila oder pinke Haare faerben, wenn ich Lust darauf habe. Ich wuerde mir ein Piercing stechen lassen, wenn ich noch eines haben moechte. Ich wuerde mir so viele Tattoos stechen lassen, wie ich moechte… Ich wuerde Tage oder wochenlang woanders hingehen, wenn mir mein Zuhause im Moment zu viel sei und mich melden, wenn ich moechte und mich nicht melden, wenn ich nicht moechte. Ich wuerde mich fuer nichts, was ich tue rechtfertigen.

Gehe raus, um eine zu rauchen, um zu laufen, um die Luft in meinen Lungen auszusaugen. 

Lese, male, schreibe.. Bleibe wach, weil ich nicht schlafen kann, rauche wieder eine.

3:00/4:00 nachts..

Todmuede, aber meine Augen bleiben offen..

Naechster Tag, alles faengt von vorne an.. Wuerde lieber ein Leben fuehren, denn ich moechte nicht mehr sterben.. Denn ich weiss tief in mir, dass ich echt und real bin oder? 

~ Paralyzed-soul❌

 

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~ Ablenkung meiner Essstoerung?!

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Wieder nichts.. Wieder keine Gefuehle.. Wieder keine Ichs..

Schwache, stumme Traenen befeuchteten meine Augen.. Ich haette ausbrechen wollen.. Alles in mir haette ausbrechen wollen, aber ich war wie erstarrt.. Umklammerte meine Knie, hoerte die Niedergeschlagenheit in meiner Stimme.. Suchte nach Worten, die jedoch nicht gefunden wurden. Liess mich zurueck mit meinen Traenen, die nicht fliessen wollten. Sang vor mich hin, als wuerde das irgendwas aendern. „..A fallen Angel in the dark..“ Schwere lag in der Luft. Mit dem selben Gefuehl war ich aufgewacht.. Als wuerde man mir die Kehle zuschnueren.. Ich fuehle mich extrem eingeschraenkt.. Wie ein Kind, welches sich eigentlich frei entfalten wollen wuerde, aber unter zu hohem Druck stehe.. Und dieses Kind wuerde wegrennen wollen, ohne eine Nachricht zu hinterlassen, ohne ein letztes Wort.. Es wuerde alles dabei belassen, wie es war.. All die Buecher, all das Geschriebene, Fotos, Zettel, Klamotten.. Das Bett ungeruehrt. Das Fenster weit geoeffnet. Vorhaenge ebenfalls geoeffnet, damit die Sonne herein scheinen koenne. Klamotten liegen auf dem Boden und der Schreibtisch ist mit saemtlichen Dingen zugemuellt. Suessigkeiten im Zimmer verteilt, der Laptop auf dem Boden. Die Kuscheltiere liegen ungeordnet auf dem Bett. Der Muelleimer ist voll, moechte geleert werden. Das Tagebuch liegt aufgeschlagen da, als solle es gelesen werden.. Hausschluessel liegen ungeruehrt auf dem Schreibtisch, daneben ein wenig Geld. Ein Glas Wasser, welches nicht ausgetrunken wurde steht auf der Fensterbank, als haette es jemand nur kurz abstellen wollen.. Es riecht ein wenig nach Nagellack und Rauch, der vermutlich von einer Kerze kam. – Genau das habe ich mir so unfassbar oft ausgemalt.. Mit 11 vielleicht auch schon vorher – mit 12,13,14 und 15 Jahren.. Es wurde nicht ertraeglicher.. Mit 16,17,18 und jetzt auch mit 19 Jahren. Immer noch keine Besserung.. Immer noch das Beduerfnis verschwinden zu wollen. Immer noch leblos. Immer noch das Gefuehl als wuerde ich schweben und im Stillstand feststecken. Ich moechte wegrennen und mich nicht mehr umdrehen, nie wieder.. Nie wieder zurueckblicken. Nie wieder dieses Leben fuehren, welches es nicht wert sei so genannt zu werden. Nie wieder..

Schon greife ich danach und die Welt moechte fuer einen Moment aufhoeren sich zu drehen.

~ Paralyzed-soul 🤫

 

~ Liege in Truemmern

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„I’m a call without an answer. I’m a shadow in the dark“

Sitze auf einer Bank, ein paar Meter von der Buecherei entfernt. Waehrend ich meine zweite Zigarette aufrauche, verliere ich mich. Der Geschmack widert mich an und dennoch hat der Rauch etwas aufregendes.. Etwas neues.. Verschwimmt mit all den Momenten, die sich langsam in Rauch aufloesen. Irgendwie friert es mich ein wenig, obwohl es knapp 20 Grad hat und die ☀ ueber mir scheint. Werde mit jeder Stunde, die verging mueder und zugleich ruhiger/ausgeglichener. Spuere nichts mehr.. Kein Drang.. Keine Ichs.. Fuer diesen Moment gefaellt es mir, denn die Schmerzen weichen mir aus oder verschleiern sich im Truebsinn. Alles auf einen Haufen, der sich von meinem Selbsthass, meiner Wut und Enttaeuschung, meiner Wertlosigkeit, meinem Schamgefuehl ernaehrt. Ich wuerde vor Scham versinken, wenn ich etwas fuehlen wuerde.. Es ist mir unbegreiflich, weswegen ich dann ausgereicht zur 🚬 gegriffen habe. Weswegen es den Anschein macht, stets etwas zu benoetigen, womit ich mich selbst bestrafen muss. Ich rieche nach Rauch. Der Gedanke verursacht Uebelkeit in mir.. Ich moechte mich verstecken. Soweit fliegen wie ein 🦋 .. So mutig und furchtlos sein, wie ein Puma.. Ich bin muede und lebenshungrig.. So lebenshungrig, als wuesste ich nicht, dass ich jemals existierte.. Dass ich ueberhaupt existent sei.. Als ich zu Abend ass, in der Kueche, alleine am Tisch, waehrend meine Mom 🥞 machte, bemerkte ich, wie leer und aufgeloest ich mich fuehlte. Haette am liebsten verstummen wollen, zu 🛏 gehen wollen, ohne auch nur ein Wort gesagt zu haben fuer 24 Stunden. Vielleicht auch fuer den Rest meines Lebens.. Weiss nicht, was mich im Moment erneut einholt.. Vielleicht war es auch schon die ganze 🕰 ueber anwesend gewesen, lauerte mir auf, wie ein 🦁 ,der auf Jagd gewesen sei.

Ich hielt nie etwas vom Rauchen, haette mir mich mit einer 🚬 in der Hand nie vorstellen koennen – kann es noch immer nicht, obwohl ich mich selbst dabei beobachtete.. Stimmt etwas nicht mit mir, weil ich versuche mein Leben nicht mehr durch Essen kompensieren zu wollen und letztendlich geraucht habe? Ich habe das Gefuehl mir zu entgleiten.. 

Ich liege in Truemmern..🥀

~ Paralyzed-soul ⚡

~ „Erbarmungslos und unkontrolliert“

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„Irgendwann musst du aufhoeren in den Himmel zu starren, sonst schaust du dich eines Tages um und merkst, dass du selber laengst davongeschwebt bist“ 

In der Gegenwart: Befinde mich in unserem Badezimmer. Mein Ruecken gegen Fliesen gelehnt. Fliesen, blau und kalt.. Sitze auf einem Teppich.. Kann nichts in mir deuten. Paralysiert, muede und wuetend.. So unfassbar wuetend, als haette es sich all die Jahre angestaut. Wartet regelrecht darauf auszubrechen. Erbarmungslos und unkontrolliert..

War wie so oft traurig darueber, es alleine bewaeltigen zu muessen.. Niemand, der mit mir kocht, sich neben mir setzt, mit mir isst, mit mir spricht und vielleicht auch mit mir fuehlt und mich zum Laecheln bringt, um Schmerz in meiner Brust zwar zuzulassen, aber ihn nicht hauptsaechlich wahrzunehmen. Nach ungefaehr 2 Stunden hatte ich wieder das Beduerfnis viel essen, nicht mehr damit aufhoeren zu wollen.. Stattdessen hatte ich mir die Worte meiner Therapeutin in’s Gedaechtnis gerufen.. Leider zu spaet.. Nachdem ich mich bereits selbstverletzt hatte.. Ich, wie ich mich im Bad befand, auf dem Boden mit einer Klinge in der Hand.. Wie ich versuche mich zurueckzuholen.. Zurueck in die Realitaet. Ruhig.. Zaehle alles auf, was du sehen und spueren kannst. „Mein Atem, der nur pochend erscheint.. Eine Dusche, eine Badewanne, Toilette, alles weiss.. Bin Zuhause.. Spuere ein Zittern.. Meine Hand umklammert die Klinge.. Fest, fester.. Verliere..“ Schneide mich, kleine Schnitte.. Winzig.. Es reicht mir nicht, aber ich halte dagegen. Moechte nicht, dass ich mich tief schneide.. Ich, wie ich aufhoere, obwohl meine Gefuehle noch nicht gezuegelt sind..

Schlief ein..

Naechster Tag: Also schrieb ich..

Redeten Stunden lang, konnte mich wieder beruhigen und atmen..

Erleichtert darueber ihr all meine Suessigkeiten anvertraut zu haben, um mich selbst vor Essanfaellen zu schuetzen, sich zu loesen bis ich mich wieder kontrollieren kann..

~ Paralyzed-soul 🍫🍬

~ Erschaffe dir deine Welt

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„Losing control of our feelings“ 

Was/wer ist „Paralyzedsoul?“

Begreife noch immer nicht, weswegen ich tue, was ich tue.. Begreife mich noch immer nicht.. Begreife nicht, weswegen ich bin..

Sucht jeder nach einer Bestimmung oder geben sich Menschen schon allein mit ihrer Existenz zufrieden? Dass es einem geschenkt wurde, ohne besonderen Hintergrund.. Warum mir das nicht reicht? Ich wuenschte, es wuerde mir reichen. Wuenschte, ich koennte durch das Leben spazieren und nichts weiter tun, als zu sein..Wuenschte ich koennte etwas betrachten in seiner ganz eigenen Form der Erschaffung.. So simple und doch scheint es unmoeglich fuer mich zu sein.. Schein kann so viel anrichten.. Schein ist der Ursprung des Truebsinns.. Schein ist verschwommen und doch koennte es klarer nicht sein..

~ Paralyzed-soul 🎭

~ Fluechte

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„Dark hearts don’t break, they bruise“

„Du musst dir Prioritaeten setzen!“

„Du benoetigst Ziele, um im Leben voran zu kommen!“

„Was moechtest du erreichen?“

„Was soll dieses Gespraech heute bezwecken?“

„Wo stehst du?“

„Wer bist du oder wer moechtest du sein?“

„Wer moechtest du auf keinen Fall sein?“

„Das Leben hat doch so viel zu bieten!“

„Du bist doch noch viel zu jung.. Was hast du schon sehen/erleben koennen?“

„Es ist feige einfach aufzugeben!“

„Welchen Wert hast du?“

„Was macht dich aus?“

„Du lachst/laechelst viel zu selten!“

„Du bist so stur!“

„Reiss dich zusammen!“

„Wie kannst du nicht wissen, wie es dir geht?“

„Es ist sinnlos ueber Dinge zu gruebeln, die du nicht aendern kannst!“

„Du zerbrichst darunter, waehrend die betroffene Person keine Ahnung hat!“

„Du bist viel zu naiv!“

„Ich verstehe es nicht.. Ich verstehe dich nicht!“

„Mit dieser Einstellung kann dir nicht geholfen werden!“

„Deine Gesundheit zaehlt, alles andere ist im Moment unwichtig!“

„Warum hilfst du mir nicht?“

„Was erhoffst du dir dadurch?“

„Kannst du dir nicht etwas langes anziehen?“

„Haha, hast du dich geschnitten?😃“

„Hast du keinen Hunger?“

„Willst du sicher nichts haben?“

„Wie viel Kalorien hat das? Du kennst dich ja aus!“

„Oh mein Gott – hat das viele Kalorien!“

„Ich muss abnehmen!“

„Ich verzichte auf Suessigkeiten!“

„Ich achte auf Kohlenhydrate!“

„Wie viel wiegst du?“

„Was? Ich wiege nur……!“

„Du musst nur ein paar Kilo zunehmen😊!“

„Du bist komisch..“

„Haha, was soll daran denn so schwer sein?!“

„Deine Schwester ist 10 Jahre juenger als du und traegt selbige Kleidergroesse!“

„Du laeufst hoechstens 20 Minuten!“

„Hast du etwas gegessen?“

„Mach doch was du willst🙄!“

„Bist du nicht alt genug?“

„Steh auf! Setz dich richtig hin – Er kommt!“ 

Alles dreht sich.. Es scheint kein Ende finden zu wollen.. Kein Ausweg.. Kein Fluchtweg.. Nichts.. 

>Ich bin muede.. Moechte nun einschlafen.💫

~ Paralyzed-soul🏃‍♀️

 

 

 

~ „Ich muss verschwinden!“

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„Here goes the story of a kid we thought we knew. He hid a hate inside and had a state of mind“

Wieder einmal sitze ich gegenueber meiner Therapeutin. Habe irgendwie ein schlechtes Gewissen die ganze Wahrheit vor ihr verborgen zu haben. Es ist nicht so als wuerde ich ihr misstrauen, eher habe ich kein Vertrauen zu mir selbst. Schaeme mich einem Menschen sagen zu muessen, ich haette neue Angewohnheiten entwickelt (die wieder Mal vollkommen ungesund sind), – die mir so viel Ehrlichkeit, Zuwendung und Mitgefuehl entgegen bringe.. Ich hatte sie nicht enttaeuschen wollen, obwohl weder ich, noch sie einen Vorteil daraus haette. Seid dem wir ueber den „Ursprung“ meines verschwinden wollens gesprochen haben und wir endlich auf eine Antwort gekommen waren, laesst es mich nicht mehr los.

2008/2009: Ich war erst 9/10 Jahre alt gewesen, als sich etwas in meinem Herzen festgesetzt hatte, das mich von Innen sterben liess. Der Anfang von etwas, was scheinbar niemals enden wuerde. Schockiert ueber die Tatsache, dass ich noch so jung war und doch begriffen habe in welcher Gefahr ich schwebte. Ich hatte mich unsichtbar machen muessen, um ueberleben zu koennen. Obwohl ich heute meine damalige Strategie verachte, da ich das Gefuehl habe egoistisch gewesen zu sein, kann ich meinen Fluchtweg verstehen. Ein schuechternes Maedchen, welches nicht imstande dazu war ihren Bruder zu schuetzen.. Welches genauso wenig imstande dazu war sich selbst zu schuetzen. Kann ihr das irgendwo doch nicht veruebeln, denn sie haette nichts gegen diesen Mann tun koennen..

Warum war ich ueberzeugt davon verschwinden zu muessen?:

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Sich unsichtbar zu machen war notwendig, um aushalten zu koennen, was geschehen war.. Was mein Bruder erleiden musste, waehrend mir nichts anderes uebrig blieb, als zuzusehen. Wurde immer vorsichtiger, um diesem Mann keinen Grund zu geben, weswegen er wuetend werden koenne. Besonders am Esstisch durfte nichts passieren, weswegen ich jegliche Bewegungen langsam und bedacht durchfuehrte. Ich fing an sehr langsam zu essen und zu Lebensmitteln bzw. Gegenstaenden zu greifen. Fing an in meinem Teller zu picken und schweigsam diese unertraegliche Atmosphaere abzusetzen. Dieses Szenario loeste bereits meine essgestoerten Gedanken aus, doch wie haette ich dies damals wissen koennen? Wie haette ich auf die Idee kommen koennen, dass dies der Anfang meiner „Selbstzerstoerung“ und zugleich meines „Ueberlebens“ sein wuerde? Ich beschloss, ohne es jemals ausgesprochen zu haben, zu verschwinden, mich zu verstecken und mich niemals wieder aus dieser Gefangenschaft zu befreien.

Nun ist dies vergangen.. Es ist vorbei, denn er wohnt seid ueber 5/6 Jahren nicht mehr bei uns. Mein Bruder hatte sich groesstenteils davon erholt und ich bin bereit dafuer mein unsichtbares-dasein aufzugeben. Auch, wenn es mich noch immer einholt, weiss ich nun tief in mir drin, dass ich nicht verschwinden muss, um mir eine ertraegliche Welt erschaffen zu koennen..

~ Paralyzed-soul. ☔