~ Sucht

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BENUTZ MICH

Trete auf mich ein. Reiss mein Herz in Stuecke und tu mir weh, ja. 

Lueg mich an, lass mich verzweifeln, ganz allein‘.

Schon okay, schon okay, schon okay, ja. 

Mir fehlt M. Wuenschte M waere bei mir und koennte mich troesten.. 

Wieder nach Hause gehen? 

Waere das eine Option? Ich bin verwirrt und durcheinander. 

Ich krieg nichts mit und doch zu viel. Mein Herz ist schwer wie Blei und mein Kopf droehnt, als wuerde ich in einer extremen Lautstaerke Musik hoeren. 

Manchmal wuenschte ich, ich waere taub und zugedroehnt mit Substanzen, die ich nicht kenne. Komischer Gedanke, aber irgendwie ist er attraktiv. Mach mich suechtig nach dir und lass mich dann fallen. Es fuehlt sich so an, aber das kann auch nur Einbildung sein. Was real und was fiktiv ist, ist manchmal kaum zu unterscheiden. Manchmal denke ich, ich bilde mir ihn nur ein.. Im naechsten Moment ist mir bewusst, dass er tatsaechlich Einbildung sei. 

Ich wuenschte, ich koennte meine Augen schliessen und mich frei fuehlen. Weg von allem, weg von meinerselbst..

 

~ Paralyzed-soul☄️

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~ Rescue him!

DSC_0824Will keinen Schlaf verlieren..

Und ich denke darueber nach. Weiss, dass mir die Haende gebunden sind. Das ist mir bewusst und es schmerzt. Es schmerzt zutiefst und ich hasse es. Dieses Gefuehl der Hilflosigkeit, der Einsamkeit, der inneren Leere. Und doch herrscht so viel Chaos, als gaebe es mich nicht. Als waere ich zu viel. Als waere meine Existenz nicht berechtigt. Wieder dieses Gefuehl, ich bin nicht gut genug. Ich bin klein und wertlos. Ich bin ich und ich mag mich nicht. Denn ich kann nicht helfen, denn ich muss ihn retten. Wie? Wie gehe ich das an, ohne penetrant zu sein. Ohne mich gleich auf ihn zu stuerzen, als haette ich Angst ihn zu verlieren. Ohne dabei zu zerbrechen. So viele Gefuehle, so viele Emotionen auf einmal in dieser kurzen Zeit. Ich verstehe es nicht. Verliebe Ich mich zu schnell und wenn ja, woran liegt es? Drehe dich um, ein letztes Mal und laechel mir zu. Laechel, als wuerdest du nur DIESEN Begriff kennen. Sie fallen nicht. Die Worte, die ich hoeren will. Er dreht sich nicht nach mir um, weil ich armselig bin. Ich hasse meine Plastik Ichs, die mich einschraenken. Ich hasse gerade dich am meisten. Das Ich, welches ihn retten moechte.. Wovor? Vor seinen Aengsten.. Vor seiner Depression. Vor allem. Vor einfach allem!

 

~ Paralyzed-soul✨

 

~ Time

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Meine Sozialpaedagogin geht und es fuehlt sich so endgueltig an. Heute war ihr letzter Tag.. Es schmerzt, zerreisst mich.. Weil sie von Anfang an mein Bezug war. Das faellt ploetzlich weg. Ich wusste es bereits vor 2 Wochen, aber was machen diese zwei Wochen schon aus? Wie haette ich mich darauf vorbereiten koennen? Ich malte ihr ein Bild, welches eigentlich Verlust darstellen solle, wenn ich es anblicke. Wenn sie es ansieht, bedeutet es Einklang. Ich hab ehrlich gesagt, mal wieder Panik.. Panik vor Essen, vor Arbeit, vor Menschen, vor mir selbst..

Wieder denke ich an den Eintrag Beruehrungsangst..

Wieder denke ich an all die Worte, die ich jemals auf Papier gebracht habe.

Ich denke an mein Zuhause, an meine Geschwister, an meine Mom.. Wieder dieses schlechte Gewissen, wie solle ich weiterhin damit umgehen koennen?

Denke an meinen Auszug.. An das Jahr, wann es geschehen wird und an mich.. Wie ich da stehe, alleine und im Stich gelassen.. Ich hoffe nicht.. Ich hoffe, ich werde stabil hier raus gehen und dort hinziehen, wo ich hinziehen moechte..

M. war so lieb zu mir. Sie sagte, ich solle mir Zeit lassen, mich auf mich konzentrieren, mir laeuft die Zeit nicht weg. Genau das, was ich hoeren wollte. Was ich mir sehnlichst erwuenscht hatte..

 

~ Paralyzed-soul🎻

~ Hungrig

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Stille

Und du stehst da

Blass, trist, grau 

Muede vom Leben

Du hast Angst 

Es verfolgt und praegt dich, als waerst du gefangen in einem Albtraum

Bist du unsichtbar? 

Bist du am Leben? 

Du wirst nicht gesehen und du zweifelst daran, ob du existent seist

Frage dich zum Tausendsten Male, ob du da seist bis du eine Antwort gefunden hast

Diese lautet? 

Stille.. 

Du verstummst

Und dann steht da jemand

Du siehst diesen Menschen zum ersten Mal in deinem Leben und du faengst an zu laecheln

Es ist nicht gezwungen.. 

Es ist nicht herausgepresst, als haettest du keine Ahnung, wie laecheln funktioniert

Was fuehlst du in diesem Moment?

Was geht in dir vor, wenn du an all diese Augenblicke denkst? 

Noch viel zu wenig fuer dich? 

Denn du moechtest daran festhalten.. Als gaebe es kein zurueck

Als wuerde dein Atem aufhoeren zu fliessen 

Sieh mich an

Siehst du mich? 

Hoere mir zu

Hoerst du mich? 

Du fuehlst dich gesehen

Wie lange ist es her? 

Wann hast du dich zum letzten Mal gesehen gefuehlt? 

Hast du dies ueberhaupt? 

Du erinnerst dich nicht..

Und ploetzlich

Bist du am laecheln

Hoer niemals auf damit

~ Paralyzed-soul🧡

~ Du darfst..

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I didn’t know, I was lost

Ich bin etwas muede, aber es ist aushaltbar. Klammere mich an das, was mich haelt, was mir etwas geben kann und das mal wirklich im positiven Sinne. Ich bin traurig und gleichzeitig geht es mir gut. Kann es mir nicht erklaeren, aber ich schwanke zwischen diesen beiden Extremen. Bin auf der Suche nach „irgendwas“ und ich habe verlernt, ich selbst sein zu duerfen.. Doch jetzt bin ich langsam dabei dies wieder zu lernen und mir Tag fuer Tag etwas nettes zu sagen. „Es ist schoen, wenn du sichtbar bist.“ „Es ist schoen, wenn du Raum einnimmst.“ „Es ist schoen, wenn du laechelst.“ „Ich finde es faszinierend, wie du dich ausdruecken kannst.“ Habt ihr etwas, was ihr euch positives zu sagen habt?

Er ist verschwunden und ich habe solche Angst, dass es zurueckkehren wird. Doch ich geniesse die Zeit, ohne ihn und es ist so abnormal befreiend und erleichternd. Dieses Gefuehl ist kaum zu beschreiben und ich sehne mich nach Worten, die dies fuellen. Diese Luecke fuellen..  Mich ausfuellen. Ich habe das Gefuehl zu viel Raum einzunehmen, heute besonders praesent in mir.. Es macht etwas in mir und ich moechte mich verstecken. Andererseits moechte ich genau dann leben und Ich sein duerfen.

 

~ Paralyzed-soul💀

 

~ Fortschritte

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Broken wings

Es spielt keine Rolle, was ihr verarbeitet habt und was nicht. Ihr habt es in der Hand, wie ihr damit umgeht. Lasst euch nicht kaputt machen.. Lasst eure Gegenwart nicht kaputt machen.. Es sollte euch nicht ein Leben lang verfolgen.. Du entscheidest wie nah du etwas oder jemanden an dich heran laesst. Natuerlich geschehen Dinge, die du nicht kontrollieren kannst, aber du wirst dann immer noch vor der Entscheidung stehen, was du nun damit machst. Gibt nicht auf.. Sie koennen euch nicht brechen.

Und vielleicht ist diese Erkenntnis nichts neues, nichts weltbewegendes, aber ich habe sie fuer mich gewonnen. Meine Essstoerung und ich sind mittlerweile nicht mehr eins. Ich haenge zwar noch an ihr, aber ich setze mich nicht mehr gleich mit ihr. Mittlerweile kann ich unterscheiden wer spricht. Ob ich spreche oder die Essstoerung. Manchmal muss ich auch zwischen Depression und Essstoerung unterscheiden. Erst als ich hier eingezogen war, lernte ich, was Glueck zu bedeuten hat, was gluecklich-sein zu bedeuten hat. Irgendwie ungewohnt zu wissen, dass ich ohne dieses Gefuehl in der Luft haengen wuerde.. Ich waere nur existent, unscheinbar und leblos. Mein Herz schmerzt, wenn ich an meine Ichs denke.. Wenn ich daran denke, wie ich war als ich eingezogen bin, wie ich vorher war und wie ich vor 5 Jahren war, ohne meine Essstoerung. Die Depression hat schon frueh begonnen und die Essstoerung im Kopf ebenfalls, aber ich habe es trotzdem immer wieder irgendwie geschafft da zu sein. Am Leben zu sein, auch wenn ich einst leblos war.. Es mag sinnlos klingen.. Es mag unsinnig klingen, aber ich bin zum ersten Mal wirklich sichtbar.. Es auszuhalten ist eine andere Sache. Ich habe erfahren, dass sichtbar sein etwas so wundervolles sein kann.. Etwas, was ich greifen und festhalten kann. Ich bin so hungrig.. Hungrig nach dem Leben und ich frage mich wie ich all die Zeit so farblos sein konnte..

Natuerlich laeuft noch vieles schlecht.. Natuerlich habe ich nicht alles im Griff, aber ich lebe und ich darf es mir erlauben..

In diesem Sinne, passt auf euch auf.

~ Paralyzed-soul🙈

~ Zuhause

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Die ganze Welt verliert ihre Farbe, wenn du alleine bist

Am Freitag fahre ich nach laengerer Zeit mal wieder nach Hause. Ich habe Angst und bin verunsichert, weil ich mich nirgends so recht Zuhause fuehle. Heimat.. Was bedeutet Heimat fuer euch? Was bedeutet es, Zuhause zu sein?

Mein Essverhalten: Erbrech-Ich und Besessenes-Sport-ich waren in den letzten Wochen sehr praesent. Sie haben mir die letzten Wochen erschwert und mich nieder gemacht. Erbrech-Ich ist noch immer da und manchmal frage ich mich, wie lange dieser Prozess andauern wird. Besessenes-Sport-Ich ist ruhiger geworden, glaube ich zumindest. Ich laufe viel und merkte nicht, wie viel es wirklich sei. Ich lud mir eine App runter, die meine Schritte zaehle, mir anzeigt, wie viele Kalorien ich verbrenne und wie viel Km ich laufe.. Es artete nach einem Tag aus und ich war nach 2 Wochen veraengstigt, was diese App mit mir macht. Anfangs waren es 9.000 Schritte. Schnell verdoppelte sich die Anzahl. Meine Fuesse taten weh und ich hatte das Gefuehl, dass ich meine Beine ueberfordern wuerde. Ich kann nicht einschaetzen, ob ich uebertreibe oder ob ich doch eine Berechtigung fuer meine Einschaetzung habe.. Nach zwei einhalb Wochen ging ich zu meiner Ernaehrungstherapeutin. Diese war froh, dass ich ehrlich sei, waehrend ich dachte, ich koenne es doch einfach wieder verheimlichen und weiter machen. Jedoch wusste ich, dass ich das innerlich nicht wollen wuerde und ich den Willen habe aus meiner Essstoerung herauszukommen. Voller Scham sass ich auf dem Stuhl und fuehlte mich erbaermlich. Hatte erwaetet, sie wuerde mich verurteilen.. Waere enttaeuscht von mir. Doch das tat sie nicht, doch das war sie nicht. Sie machte einen neutralen Eindruck, dem ich vertraute. Sie hatte verlangt, dass ich die App loesche.. Ich weiss, dass ich wollte.. Ich weiss, dass ich nicht wollte.. Es war ein Zwiespalt, denn erinerseits sehnte ich mich danach zu verschwinden und andererseits wollte ich noch nie so sehr leben, wie es jetzt der Fall ist. Besonders zwei Mitbewohnerinnen, habe ich so sehr in mein Herz geschlossen, sodass mir sogar bei einer Situation die Traenen kamen.. Freudetraenen, aber auch Traenen, die trauerten. Ich hatte einen schoenen Tag mit ihnen verbracht und ploetzlich kam ein Gefuehl hoch, welches ich nie so recht spuerte.. Sicherheit.. Ich fuehlte mich sicher und wohl und war gluecklich. Gluecklich, weil es so unbeschwert und „normal“ wirkte..

~ Paralyzed-soul🌊